Menschen im Porträt

Menschen im Porträt

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00:00:00: Herzlich willkommen zum Menschen in Porträt.

00:00:03: Mein heutiger Gast hat vieles erreicht, aber von den meisten Träumen.

00:00:08: Es unternehmen wir erfolgreich, glückliche Familie.

00:00:11: doch dann plötzlich in einen Tag zugeben das Leben dem Boden und den Füßen weg für ein sehr verspannendes Gespräch mit Clemens Hofer.

00:00:18: Herzlich Willkommen schön, dass du da bist!

00:00:20: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:21: lieber Markus

00:00:22: Kannst Du uns kurz zurückbringen wo damals dann die Krankheit begonnen hat?

00:00:29: Hier, das war im Februar zwanzig-einundzwanzig.

00:00:37: Da bin ich eines abends zu Hause einfach kollabiert ohne wirklich große eine große Vorwarnung.

00:00:46: Ich habe mich ein paar Tage vorher etwas schwächer gefüllt.

00:00:49: Ich hab das gemerkt beim Mountainbiker mit einem Freund dass meine Beine sich auf einmal ganz untypisch wach anfüllten.

00:00:58: am Ende der Tour haben aber da nichts gedacht dabei.

00:01:03: Und dann erst An dem Abend, also drei oder vier Tage später habe ich dann korribiert bin zu Hause.

00:01:08: Da war auch noch der Meinung Kreislauf-Kollaps vielleicht eine Erkältung die ich irgendwie ignoriert hatte und ich wurde dann aber mit der Rettung in den Notfall aufeinander gebracht.

00:01:33: Meistens verlor ich das Bewusstsein zwischendurch weil wieder ganz kurz da... Aber es war so ein kommen und gehen entständiges Und ich kann mich noch erinnern, nach ungefähr einer halben Stunde dort in der Notfallaufnahme ist ein Arzt zu mir gekommen.

00:01:49: Nachdem das Blut des Himmel abgenommen hat und schon analysiert worden war im Labor... ...und der hat damals schon gesagt es sieht nach akuter Leukämie aus!

00:02:05: Und dann war's so dass ich von dieser Art Notfall-Aufnahme sofort dann ins Universitätsklinik verlegt worden bin mit einem Notarzt war.

00:02:18: Und dort hat ein Team von Ärzten und Pflegern dann die ganze Nacht lang um mein Leben gekämpft.

00:02:24: Es war schon so schlimm, dass ich multiple Saganversagen hatte zu dem Zeitpunkt.

00:02:40: Es fällt mir immer noch schwer darüber zu sprechen.

00:02:46: Jemand am nächsten Morgen haben die Ärzte meine Frau angerufen und sie gebeten.

00:02:52: sind wir sehr schnell gekommen damit sich sie von mir verabschieden kann.

00:03:03: Irgendwie habe ich es dann geschafft, diese erste wirklich kritische Phase doch zu überstehen.

00:03:10: Aber dann eine mehrsene Woche in den Sivstationen.

00:03:16: Und so ziemlich alle Geräte angeschlossen, die man sich nur vorstellen kann und noch vollkommen im Schock was da passiert ist, warum mir das passiert ist?

00:03:34: Und noch voll kommen Angstlose, was noch vor mir liegt wie hart der Weg nun wirklich werden würde wieder zurück ... in ein normales Leben.

00:03:42: Darf ich ganz kurz dir eine Woche, wo du jetzt in der Siv gelegen bist?

00:03:46: Hast du jetzt noch irgendwelche Erinnerungen im Sinne von... Du hast gesagt, okay, du hast die Woche irgendwie jetzt geschafft aber was ist damit in der Woche gedanklich in dir vorgegangen?

00:03:55: Haust du das irgendwie... Versuch das irgendwie jetzt... Was nicht Kraft... Ich frage es dir gerade gleich bald einfach kraftzuschöpfen, visualisiert.

00:04:02: Irgendwie.. Du hast das irgendwie durchgekämpft.

00:04:04: diese Woche war das einfach nur ein... Ich lass fris und hoff, dass du daraus oder hast du irgendwie versucht einen inneren Kampf zu kämpfen.

00:04:15: Puh!

00:04:16: Es war... ich hab viele Erinnerungen diese Zeit in der Intensivstation.

00:04:23: Schlafen war vollkommen unmöglich, obwohl ich mit allem möglich insidiert wurde.

00:04:27: Ich war die ganze Nacht wach an eine Maschine angeschlossen, die mir ein Dialysegerät funktioniert um das um die Lecke miizellen aus meinem Blut zu waschen Und die war so kalt eingeschaltet, dass es sich angefühlt hat.

00:04:45: Das müsste ich erfrieren die ganze Nacht lang und dann kann ich mich doch erinnern.

00:04:55: Ich musste da bewegungslos in den Bett legen vollkommen geschwächt und nicht wirklich bettleram verstarnt was da jetzt gerade passiert und was los ist.

00:05:07: aber ich kann mich eines erinnerndes annehmen wenn ich aus dem Fenster rausgeschaut habe von der Intensivstation.

00:05:13: da hat sie eine Baustelle gegeben mit einem Baukran mit einem großen und jeden Dalgum.

00:05:19: Sieben der Früh ist der Kranführer dahin aufgeklettert.

00:05:31: Und ich kann mich erinnern, wie sehr ich den beneidet habe darum dass der da in der Sonne draußen sich so gut bewegen kann also darauf geklettert und dort seinen Job machen kann während ich da im Bett gelegen bin Bewegungsunfähige und nicht gewusst hab ob ich dem nächsten Tag noch erleben werde und ob ich wirklich nochmal die Sonne aufgehen sehe.

00:06:03: Wie hast du so den Moment der Kultadegnose erlebt?

00:06:12: Die wirkliche Schock mit der Diagnose ist erst angekommen als ein junger Arzt von der Hematologiestation, wo diese Art von Krankheit behandelt wird.

00:06:27: Wie in die Intensivstation gekommen ist es mir zu erklären wie der Therapieplan aussehen wird?

00:06:36: Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung was Leukämie bedeutet und wie das behandelt.

00:06:50: Der Arzt hat gesagt, dass es mindestens ein Jahr intensive Chemotherapie bedeutet.

00:06:58: Mit der stärksten Chemotherapies gibt's also bei akuter Leukämie bekommt man so viel Chemotherapiedes gibt fast keine andere Ergankung.

00:07:13: wo das Protokoll ähnlich hart ist.

00:07:17: Ja und als er mit das gesagt hat da war es noch immer.

00:07:22: Also ich habe länger gebraucht um zu verstehen was das wirklich bedeutet.

00:07:26: Ich war zu dem Zeitpunkt der Meinung, eine Woche Intensivstation.

00:07:31: Das werde ich schon aushalten und in ein paar Wochen bin ich wieder zu Hause.

00:07:36: Aber nachdem er mir das erklärt hat wie der Therapieplan aussieht, waren wir schon relativ schnell klar dann dass es kein leichter Weg zurück wird.

00:07:52: Hat er mit dir damals über Volkswahrscheinlichkeiten gesprochen?

00:07:55: Nach dem Motto gehen so stehen die Chancen oder war es gar kein Thema?

00:08:00: Ich kann mich schon erinnern, dass ist mehr was gefragt hat.

00:08:02: will die Chans entstehen?

00:08:05: Aber die Ärzte sind natürlich immer sehr wage mit ihrer Auskunft, verständlicherweise.

00:08:17: Was mich dann aber schon auch ein wenig erschüttert hat und wo mir dann relativ schnell auch bewusst geworden ist dass ich nicht nur auf die Ärzt im Krankenhaus verlassen darf war es sich nach einer Woche künstliche Ernährung auf der Nensivstation das erste Mal wieder festes Essen bekommen habe Und da hat man mir tatsächlich ein Würstel und ein trockenes Stück Brot gegeben.

00:08:57: Das kannte ich, kann ich heute noch immer nicht verstehen warum man so etwas macht.

00:09:03: Also das war wirklich unfassbar zu dem Zeitpunkt aber auch nicht meine größte Sorge in dem Moment.

00:09:17: Das ist wirklich darum gegangen einen Tag auf den nächsten möglichst... meine Verfassung wieder etwas zu verbessern und keine Rückschläge zu erleiden.

00:09:31: Gab es in der Zeit was, was dir auch mental geholfen hat?

00:09:37: Von außen hatte man dich quasi nüchtern gesagt behandelt, therapiert mit Chemofolgebung.

00:09:45: Hast du innerlich versucht, irgendwas beizutragen oder hast Du innerlich...

00:09:49: Also was mich schon in der ersten kritischen Zeit in den Intensivstationen getragen hat war das Ich besuch von meiner Frau erhalten durfte.

00:10:02: Einmal durfte auch mein älterster Sohn, der war damals sechzehn mitkommen.

00:10:09: Mir wurde allerdings auch erst später bewusst dass er nur deshalb in den Intensivstationen reinturfte mich zu sehen weil das eben unter Umständen die letzte Möglichkeit gewesen wäre seinen Vater noch mal leben zu sehen.

00:10:25: Sonst dürfen Kinder eigentlich nicht in die Intensifstation aber war definitiv etwas, das mir schon sehr geholfen hat zu dem Zeitpunkt.

00:10:37: Glaubst du mal einen Moment in dem Du gedacht hast?

00:10:40: Das schaff ich vielleicht nicht!

00:10:43: Nicht nur einen Moment, da hat es viele gegeben.

00:10:58: Ganz ganz viele Momente wo ich mir gedacht habe dass ist zu viel, das schafft mein Körper nicht mehr.

00:11:02: auf allem dann später während der Chemotherapie nach Monaten von ständiger Chemotherapien die ich verabreicht bekommen hab Strahlentherapie über die ja stärksten Zytostatiker, wir haben diese Chemo-Theranipoprodukte genannt werden, die mich verabreicht wurden.

00:11:26: Meine Blutwerte waren ständig am Boden soweit dass ich mir wieder Blutkonserven bekommen musste.

00:11:35: Ich fand das aufstehen und nur ins Badezimmer zu gehen war fast unmöglich zu dem Zeitpunkt wenn einfach mein Körper keinen Sauerstoff aufnehmen konnte, weil so viele von meinen Zellen in Blut geschädigt wurden durch die Chemotherapie.

00:11:53: Und dann ... Die schwierigsten Phasen waren einfach sehr oft auf die, wenn nach einer Chemotherapien mein Körper sich immer langsamer erholt hat.

00:12:01: Am Anfang ist es noch relativ gut gegangen aber je länger die Therapie gedauert hat umso schwieriger war's dann wieder zurückzukommen nach einer Dosischemo und mein Körper hatte einfach immer länger gebraucht wieder zu erholen davon.

00:12:19: Und ich war nach meiner Einlieferung ins Krankenhaus im Februar XXI insgesamt elf Wochen stationär drinnen, bevor ich das erste Mal wieder nach Hause durfte für eine kurze Pause und in diesen elf Wochen was erlaubt einmal pro Woche für zwanzig Minuten Besuch zu empfangen.

00:12:44: sonst war ich isoliert manchmal hatte ich einen Zimmerkollegen, manchmal war ich alleine im Zimmer.

00:12:52: Manchmal war es so, dass man mit den Zimmerkollegen sich gut unterhalten konnte.

00:12:56: Aber sie oft waren die noch schlechterer Verfassung als ich.

00:13:02: Also diese Isolation und die Einsamkeit war schon zusätzlich noch eine massive Belastung.

00:13:14: Du bist kurz erwähnt von der Elfocht zum ersten Mal nach Hause?

00:13:17: Was hast du da beim Pfund daheim gekommen bist?

00:13:19: Unsicherheit!

00:13:23: Es war extrem... schwer und auch extrem belastend für mich herauszufinden, wie soll ich mich zu Hause verhalten?

00:13:32: Es war nicht nur dass mein Immunsystem massiv geschwächt war durch die Krankheit und die Chemotherapie.

00:13:38: Das war zusätzlich noch die Zeit der Pandemie.

00:13:43: Jedenfalls habe ich versucht den Tagen bevor ich wusste, ich darf jetzt für eine kurze Zeit nachhause zu meiner Familie um mich etwas zu erholen.

00:13:54: Ich versuch mit allen Ärzten die mir über den Weg gelaufen sind Das heißt, die zu mir ins Zimmer gekommen sind.

00:13:59: Weil ich durfte ja nicht über ihn laufen... ...die zu fragen wie soll ich mich verhalten wenn ich nach Hause komme und wenn ich wieder bei meiner Familie bin auch nur für ein paar Tage ist?

00:14:14: Und ich habe von jedem Arzt und jeder Ärztin eine andere Meinung dazu bekommen.

00:14:19: das war von auf der einen Seite bis einer Seite hat meine Ärztinnen gesagt Ich soll mich komplette Studierungen zu Hause nur mit Maske im Haus herumlaufen.

00:14:36: Alleine im Zimmer schlafen, meine Kinder nicht umarmen ja nicht einkaufen gehen oder mich mit irgendjemandem treffen.

00:14:49: bis zum anderen extrem wo mir ein junger Arzt gesagt hat Herr Hofer machen sie sich keine Sorgen Sie können sich so verhalten wie sonst auch immer Zuhause.

00:15:01: Es ist alles erlaubt Und sie können sogar einkaufen gehen, vielleicht nicht dann wenn am meisten los ist.

00:15:08: Aber machen Sie sich keine Sorgen!

00:15:11: Dann hat es noch ungefähr acht verschiedene Meinungen in der Zwischen gegeben und da war es halt schwer für mich zu entscheiden, was mache ich wirklich?

00:15:18: Ich habe dann schlussendlich zum Glück die Variante, die erste Dich erzählt hab gewählt und mich ganz normal zu Hause verhalten und versucht viel oder... viel Nähe mit meiner Familie zu suchen und zu finden.

00:15:35: Und auch das zu genießen... ...und es hat auch gut funktioniert zum Glück, ja?

00:15:41: Also ich bin dankbar dafür, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe!

00:15:49: Was war für dich die härteste Phase in der Chemotherapie?

00:15:56: Da gibt's mehrere Punkte.

00:15:57: Das was schon wirklich hart war waren die ersten elf Wochen wo ich so oft Rückschläge verzeichnen musste.

00:16:07: Ich hatte in meinem Zimmer ein Whiteboard.

00:16:11: Also mein Bett war so aufgestellt, dass ich den ganzen Tag direkt auf dieses Whiteboard geschaut habe.

00:16:18: Dort hatte ich Bilder von meiner Familie angebracht und dort schrieb ich auch mit wie lange ich schon im Krankenhaus bin, wie viele Tage und wieviele Tage ich voraussichtlich noch dort sein muss bevor ich es erst einmal raus darf.

00:16:38: Die erste Zahl ist immer größer geworden und die zweite ständig geschwankt.

00:16:44: Ich habe jeden Tag die Erste gefragt, wie schaut es aus mit meinem Blutbild?

00:16:48: Was kaum sie will.

00:16:49: lange muss ich noch da bleiben bis sich mich so weiterholt hat dass ich wieder nach Hause darf.

00:16:58: Jedes Mal wenn mir gesagt wurde das geht noch nicht wir müssen noch warten es dauert noch zehn Tage oder vierzehn Tage ist die Hoffnung natürlich wieder etwas geschwunden.

00:17:10: Im Schluss ist dort siebenundsiebzig Tage gestanden, als ich dann das erste Mal raus durfte.

00:17:15: Siebenundsebzig Tag, wo ich, ich glaube zu dem Zeitpunkt zweimal die Sonne gesehen habe.

00:17:22: Zweimal war ich da in dieser Zeit mit einem Physiotherapeutin an der frischen Luft, sonst isoliert im Zimmer.

00:17:32: Also das war eine sehr, sehr harte Phase und was mindestens gleich schwierig nach ungefähr drei Monaten Chemotherapie.

00:17:47: Also das war so im Mai, der Jahrzehnte.

00:17:56: Einen Befund bekommen habe nach einer Knochenmarksuntersuchung die bei mir alle paar Wochen durchgeführt wurde um sicherzustellen dass die Chemotherapien wirkt und die Leukämie zurückgedrängt wurden.

00:18:13: Und da habe ich einen Befund erhalten wo mir gesagt wurde die Krankheit sei zurück.

00:18:22: Drei Monate, wo schon alles versucht worden ist um die Leukämie in den Griff zu kriegen und den Schach zu halten.

00:18:31: Und da hatte ich das Gefühl es war alles umsonst.

00:18:37: Weil sich die Ärzte wenn nicht ganz sicher waren ob der Befund stimmt wurde gleich noch einmal so eine Knochen Max-Punktion durchgeführt.

00:18:47: Das Ergebnis hat aber drei Wochen auf sich warten lassen bis dann festgestanden ist dass das erste Ergebnis falsch war.

00:18:54: also die Krankheit war nicht zurück es war falsch positiv Ja, also ich war während der Chemotherapie relativ schnell in Remission.

00:19:08: Also es konnten keine Leuchemietzeln mehr festgestellt werden.

00:19:15: Das war immer schon das Ziel am Anfang ganz massive Chemotherapien zu versuchen Leuchemitzeln weg zu bekommen und dann diese langen Anhaltende Ja, ein Jahr lang dauern.

00:19:26: die Chemotherapie ist einfach um sicherzustellen das nicht irgendwo im Körper noch eine Chemizellen vorhanden sein könnte.

00:19:32: Da macht wirklich der letzte mögliche böse Zelle zu vernichten mit natürlich riesengroßen kollateralen Schäden, die da mit einem hergehen.

00:19:48: Also diese falsche Diagnose die mir gegeben wurde war extrem belastend und es ist mir dann nochmal passiert.

00:19:58: Sie haben ja noch einmal eine falsche positive Diagnose gegeben.

00:20:01: Das war dann nochmal, drei Monate später ungefähr wieder das gleiche Szenario.

00:20:10: Zu dem Zeitpunkt war mein Körper ohnehin schon so massiv geschwärcht, dass ich mir gedacht habe es gibt sich das halt nicht aus.

00:20:18: wenn die Krankheit jetzt wirklich zurück ist dann sehe ich keinen Weg mehr.

00:20:27: Zu diesem Zeitpunkt oder kurz davor hatte ich auch einen Zimmerkollegen gehabt der bei dem's ähnlich war Infektion gestorben ist leider.

00:20:43: Also das war schon ein massives Trauma und damals hat es dann fünf Wochen gedauert, bis ich das Ergebnis der nächsten Untersuchung erhalten habe, wo wieder rausgekommen ist, dass ich eh in weiterhiner Remission bin.

00:21:02: Ich kann

00:21:02: es uns dann dauern?

00:21:05: Kann ich auch nicht genau erklären!

00:21:06: Es gibt da nur wenige Speziallabors In Österreich glaube ich nur eins, in Deutschland mehrere die das machen.

00:21:13: Die sind unter Suchung ein vielleicht was damals auch gerade Ferienzeit und ich kann es

00:21:18: nicht sagen.

00:21:19: Und die Pandemie war ja

00:21:21: auch noch dazu?

00:21:24: Ja aber du musst dir vorstellen bei der zweiten falschen Diagnose, wo ich aber noch nicht wusste dass das Ergebnis schon wieder mir falsch mitgeteilt wurde kommt dann ein Arzt zu mir ins Zimmer Und erklärt mir, Herr Hofer jetzt gibt es nur mehr zwei Möglichkeiten entweder.

00:21:44: Wir finden einen Knochenmark Spender und wir machen eine Stammzellentransplantation und zwar möglichst rasch oder sie legen sich hin und warten auf Sterben.

00:22:02: das waren seine Worte.

00:22:10: Das werde ich nie vergessen.

00:22:11: wie man sowas einem Patienten der schwer geankissen und um sein Leben kämpft sagen kann ist mir bis heute ein Rätsel.

00:22:20: Es ist freundlich ausgedruckt.

00:22:24: Ja, es zeigt aber andererseits auch dass Patienten im Krankenhaus einfach nicht ganzheitlich betrachtet werden.

00:22:38: Die spezialisierten Ärzte dort die sehen nur den Krebspatienten oder den Logmibatienten.

00:22:44: sie sehen nicht den ganzen Menschen der mit all seiner Hoffnung oder auch Trauer und manchmal auch Wut künft er der kämpft und versucht, wieder gesund zu werden.

00:23:04: Und es wird einem manchmal nicht leicht gemacht.

00:23:11: Ich habe zum Glück ganz viel Unterstützung auch von außerhalb des Krankenhauses gehabt.

00:23:18: Ganz viel Unterstützung von Ärzten, von allen möglichen Heilern die mir auch außerhalb dieses Krankenhauses geholfen haben.

00:23:31: Meine Hausärztin zum Beispiel hat mir in den Chemotherapie-Bausen immer Hochdosis, Vitamine und Fusionen verabreicht.

00:23:41: Es hat Leute gegeben die haben für mich gebetet es ist Energie geschannt worden.

00:23:48: also ich habe wirklich versucht mit allen Möglichkeiten die wir zur Verfügung stehen zu arbeiten weil ich weiß hundertprozentig hätte ich mich nur auf die Chemotherapien verlassen würde ich jetzt nicht da sitzen.

00:24:04: was hat dich?

00:24:06: in dieser Zeit um Leben gehalten.

00:24:11: In erster Linie meine Familie und besonders meine Kinder, ich wollte einfach nicht das die Union Vater aufwachsen.

00:24:23: Und ich habe immer gewusst dass es sich lohnt für meine Kinder zu kämpfen und um Leben zu bleiben.

00:24:32: Obwohl ich mehrmals an einem Punkt war aus ganz einfach gewesen wäre loszulassen aber dann in solchen Momenten ist mir immer wieder bewusst geworden, ich kann das und darf das nicht machen.

00:24:49: Ich muss für meine

00:24:55: hat sich in dieser Zeit und seither dein Verhältnis zum Tod verändert?

00:25:04: Ja, ich würde sagen ganz massiv.

00:25:07: Ich habe mich davor noch nie so intensiv mit dem Druck beschäftigt wie während dieser Zeit Und ich hab auch oft gespürt dass der ganzen Haar neben meinem Bett gestanden ist und mich jederzeit mitnehmen hätte können wenn er das gewollt hätte dass ich keine Angst mehr vor dem Tod haben muss.

00:25:48: Ich glaube, ich habe generell gelernt weniger Angst zu haben aber besonders vor dem Tot hab' ich jetzt weniger Angst.

00:25:58: Ich sehe es so, dass es einfach in meinem Leben wichtig ist aus jedem Tag das Beste zu machen die Zeit, die mir noch bleibt bestmöglich zu nützen gute Beziehungen zu den Menschen zu haben, die wir wichtig sind.

00:26:16: Nach diesen Monaten des Kampfes da Wut hast du oft gesagt der Ängste der Sorgen und auch den hoffnungslosen Momenten, wann kam dann für dich so der Wendepunkt?

00:26:30: Also wenn ich so zurückblicke glaube ich das es so ungefähr zu dem Zeitpunkt war wo ich da diese zweite falsch positive Diagnose bekommen habe.

00:26:46: Als sich das dann als wieder unrichtig herausgestellt hat, da habe ich dann das Gefühl gehabt viel schlimmer kann sie nicht mehr werden.

00:26:54: also jetzt muss es irgendwann nach Dann bergauf gehen Und zu dem Zeitpunkt hatte ich dann natürlich auch schon, dass das Ende der intensiven Chemotherapie irgendwo abgezeichnet.

00:27:14: Ich habe schon gemerkt, dass mein Körper zu diesem Zeitpunkt zwar immer noch schwächer wurde aber die Hoffnung ist wieder etwas größer geworden, dass ich da doch noch lebend rauskomme.

00:27:27: Wir geben weiteren Zyklus den ich gut überstanden hab.

00:27:31: Da habe ich neuen Mut gefasst und es geschafft.

00:27:39: Wieder positiv zu denken, zum Glück habe ich das Ganze dann überstanden und bin da zwar traumatisiert und körperlich massiv geschwächt aber doch leber durchgekommen.

00:27:57: Nach diesem Wendepunkt – das klingt jetzt nach außen die dramatischste Wendepunkt war.

00:28:01: dabei wird sich auch länger der sehr langen Weg gewesen sein.

00:28:04: Wie war denn der Weg zurück ins Leben für dich?

00:28:09: Der Weg zurück war ... lange und doch relativ mühsam.

00:28:15: Ich habe nach der Chemotherapie sehr, sehr lange gebraucht um meinen Körper wieder so halbwegs aufzubauen.

00:28:27: Also ich hab, glaubt, zwanzig Kilo im Körpergewicht verloren während der Chemotherapeut.

00:28:35: Hätte massive Schlafstörungen, extreme Müdigkeit die monatelang angehalten hat auch nach der Schlaf war während der Chemotherapie und auch das Jahr danach sowieso nur mit Schlafmitteln möglich.

00:28:53: Sonst wäre es ohnehin nicht gegangen, aber ich habe versucht mich Schritt für Schritt wieder zurück zu kämpfen, wieder Zeit in der Natur zu verbringen, Zeit in den Sonnen zu verbringen.

00:29:09: Das war einfach unglaublich schwierig für mich so lange eingesperrt zu sein im Krankenhaus in den Wald raus zu können, das Sonnenlicht im Gesicht zu spüren.

00:29:26: Ohne mich frei bewegen zu können auch wenn Bewegung nach der Therapie noch sehr mühsam war.

00:29:35: aber Schritt für Schritt ist es dann immer wieder besser geworden.

00:29:40: Aber ich würde sagen in Summe hat die Phase der Erholung mindestens zwei Jahre gedauert bis ich wieder so halbwegs fit war und in diesen zwei Jahren habe ich wirklich versucht mich massiv mit dem Thema zu beschäftigen, wie kann ich mich von so einer Therapie wiederholen und von dieser Krankheit wiederholern um auch möglichst sicherzustellen dass es nie mehr zurückkommt.

00:30:15: Was machst du heute anders als vor der Krankheit?

00:30:20: Ganz vieles um nicht zu sagen alles.

00:30:27: Also ich kenne heute meinen Körper wesentlich besser als davor Und bin mir viel bewusster was ich mit meinem Körper mache wie ich ihn behandle wie ich mich ernähre.

00:30:45: Mir ist viel bewusster heute, dass es enorm wichtig ist gut und ausreichend zu schlafen sich ausreichender zu bewegen genug Zeit im Freien zu verbringen.

00:31:06: Ich habe alle Menschen die mir nicht gut getan haben losgelassen.

00:31:15: Ich versuche mich heute nur mehr mit Menschen zu beschäftigen und zu treffen, wo ich weiß die tun mir gut.

00:31:30: Ich habe mich intensiv mit dem Thema Biohacking begonnen zu beschäftigend einfach um meinen eigenen Körper wirklich zu verstehen und die Abläufe im Körper die wichtig sind um gesund zu bleiben.

00:31:46: Und Gesundheit ist heute das Allerwichtigste für mich.

00:31:50: also es gibt nichts was darüber steht.

00:31:54: Bekommen wir nach dem Beiweichen extra noch?

00:31:56: Welche Dinge sind für dich heute wichtiger als vordergewankert und welche Dinge haben weniger Bedeutung als vodergewanker?

00:32:07: Also was viel weniger Beteutung hat, als Vorderkrankheit ist Erfolg, Geld, materielle Dinge.

00:32:18: Abgelernen ist das alles komplett unwichtig und unnötig.

00:32:23: Wenn du nicht gesund bist kannst du das alles ohnehin nicht irgendwie nützen und für dich verwenden.

00:32:31: Ohne Gesundheit ist einfach alles nichts, das habe ich gelernt.

00:32:36: Viel wichtiger sind mir heute gesunde und glückliche Beziehungen zu mir selbst aber auch zu anderen Menschen.

00:32:50: Mir ist es unheimlich wichtig ein möglichst guter Vater zu sein.

00:32:57: Ich will nicht perfekt sein – das ist nicht das Ziel!

00:32:59: Aber ein guter Vater zu sein.

00:33:02: und wie gesagt immer ist es besser kein perfekter Vater für einen lebendiger Vater zu sein.

00:33:11: Was hast du über Dankbarkeit gelernt in dieser Zeit?

00:33:18: Ich habe gelernt, wie wichtig es ist dankbar für die kleinen Dinge des Lebens zu sein.

00:33:28: Heute bin ich jeden Tag dankbar wenn ich aufwache in der Früh Wenn ich meinen Körper spüre alle Teile meines Körpers spüren kann.

00:33:39: Wenn nicht die Föhrung vor meinem Fenster zwitschern höher wenn ich den Sonnenaufgang sehen darf dann weiß ich es wird ein guter Tag.

00:33:49: Mehr brauche ich gar nicht.

00:33:53: Hast diese Erfahrungen deinen Blick auf Zeit irgendwie verändert oder geprägt?

00:34:01: Definitiv ja, also ich versuch heute wirklich in der Gegenwart zu leben mich nicht zu sehr mit der Vergangenheit zu beschäftigen Nicht so weit voraus zu planen.

00:34:16: Ich habe gelernt dass es meistens ohnehin ganz anders kommt als man sich denkt Und v.a.

00:34:21: bei den Befürchtungen treffen wir all der Ängste, die wir haben.

00:34:27: Wir haben nur die Gegenwart.

00:34:30: Ich sehe das für mich so.

00:34:31: Ich versuche mir wirklich auf das Leben jetzt zu konzentrieren und das Beste aus heute zu machen.

00:34:41: Die Vergangenheit möglichst ruhen zu lassen – ich gebe zu sie es nicht immer einfach.

00:34:47: Sie holt mich manchmal nach wie vor ein.

00:34:52: Aber es wird immer einfacher!

00:34:54: Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind loszulassen.

00:34:59: Und ich habe auch keine wirklich großen Pläne für die Zukunft mehr.

00:35:03: Ich hab keine Bucketlist von Dingen, die ich unbedingt noch machen muss.

00:35:10: Ich habe mich im Krankenhaus viel damit beschäftigt wie mein Leben gelaufen ist was ich alles erreicht habe und was ich noch tun möchte.

00:35:18: Die habe einfach festgestellt ich habe sehr vieles schon erreicht das ich mir gewünscht habe zu dem, was mir schon alles passiert ist und was mich schon erleben durfte.

00:35:40: Und ich bin dankbar dafür, dass ich hoffentlich noch viele schöne Dinge erleben werde.

00:35:47: aber... Ich kämpfe nicht mehr darum jetzt irgendeine bestimmte Ziel zu erreichen sondern versuche einfach mehr die Dinge fließen zu lassen.

00:36:00: Du hast deine Geschichte in einem Buch verarbeitet Das Buch Unserbrechlich.

00:36:06: Warum musst du dich entschieden?

00:36:07: Deine Geschichte in ein Buch zu packen.

00:36:12: Ja, dieses Buch ist circa vier Jahre nachdem die Krankheit ausgebrochen ist entstanden und ich habe beschlossen ich möchte das für mich selbst noch einmal alles verarbeiten und es war wie eine Therapie für mich das Buch zu schreiben.

00:36:38: Ich hab sehr viel gewähnt beim Schreiben die schwierigsten und intensivsten Phasen im Krankenhaus noch einmal wirklich ganz, ganz intensiv durchlebt.

00:37:06: Also ich habe es in erster Linie für mich selbst geschrieben das Buch mit diesem Thema wirklich abzuschließen.

00:37:12: aber ich habe den letzten Monaten auch Von vielen Menschen, die in entweder ähnlicher Situationen sich gerade befinden oder Bekannte der Familie haben, die durch so eine schwierige Phase durchgeht oder gegangen ist.

00:37:34: Sehr positives Feedback dazu bekommen und also wenn ich nur dem ein oder anderen damit Mut machen kann und Hoffnung geben kann dass er auch diese schwierigen Phase durch lebt und überstehen kann dann hat es schon Sinn ergeben dieses Buch zu schreiben.

00:37:55: Was bedeutet?

00:37:57: Der Titel ist ja unzerbrechlich, das Un quasi ein Klammer.

00:38:00: Steht da zerbrechlig und unserbrechig drin?

00:38:04: Was bedeutet unzerbreichlich für dich?

00:38:06: Wie kamst du auf den Titel?

00:38:10: Eigentlich heißt es sehr zerbrechtlich nachdem's als Un entklammer steht weil mir das Leben einfach gezeigt hat wie schnell alles zerbrechen kann, wie schnell man von einem Moment auf den anderen alles loslassen muss was man so bisher im Leben für stabil gehalten hat und dass er einen Halt gegeben hat.

00:38:34: Und wie schnell durch so eine Erkrankung sich alles, aber wirklich alles ändern kann ja.

00:38:45: Andererseits – auch dafür steht der Titel – und dann auch das Un zerbrechlich.

00:38:53: andererseits zeigt die Geschichte aber auch, dass man es schaffen kann wieder rauszukommen und wieder gesund zu werden Und ich fühle mich heute besser und gesünder als vor der Krankheit.

00:39:12: Auch dafür bin ich sehr dankbar.

00:39:17: Was soll die Leser des Buches aus deiner Geschichte für sich jetzt mitnehmen?

00:39:21: Es werden auch Menschen lesen, die betroffen sind, die Betroffene kennen oder auch ist wie ich jemandem, der Gott sei Dank nicht betroffen ist.

00:39:27: Was sagst du, warum soll man es lesen?

00:39:30: Was kann der Leser da raus?

00:39:31: Sollte er den Leser raus

00:39:32: mitnehmen?!

00:39:37: Ich glaube das wesentliche Punkt ist einfach... dass es immer die Möglichkeit gibt, auch aus der tiefsten Krise wieder herauszukommen.

00:39:46: Aus der schwierigsten Phase des Lebens wieder heraus zu kommen und das die Hoffnung einfach ganz am Schluss stirbt.

00:39:53: Solange es noch Hoffnung gibt, gibt es auch einen möglichen Weg.

00:39:58: Und ich glaube, das ist für alle Menschen, die sich mit Krebs beschäftigen müssen – ganz wesentlich ist, einfach die Hoffnungen nie zu verlieren, auch wenn's noch so schwer ist.

00:40:13: Zwei Stichwörter sind Jetzt im Gespräch häufig gefahren.

00:40:16: Das eine war logischerweise Gesundheit und das seit über Biohacking, wie bist du zum Thema Biohacken gekommen?

00:40:27: Jetzt am Thema Bio Hacking bin ich dann eigentlich schon während meiner Genesungsphase gekommen also habe mich schon im Krankenhaus damit beschäftigt wie kann ich es schaffen meinen Körper zu stärken um diese Belastung durch die Chemotherapie besser zu verarbeiten und besser zu überstehen.

00:40:51: Und habe begonnen, verschiedene Supplements regelmäßig zu nehmen unter anderem auch wie ich schon erwähnt hab diese Hochdosis-Vitamininfusionen aber auch diverse andere Dinge um meinen Schlaf zu fördern, die Qualität meines Schlafs zu fördern die wichtigsten Vitalstoffe, die meinem Körper gefehlt haben und die durch die Chemotherapie einfach verschwunden sind wieder zuzuführen.

00:41:25: Und manches davon kann man nicht ausrechnen nur über Ernährung zu führen und vor allem nicht über die Ernährungen im Krankenhaus.

00:41:35: Und irgendwann ist das Thema dann so fast unübersichtlich geworden.

00:41:44: ich habe wirklich versucht alles aufzuschreiben was ich so nehme warum ich es nehme zu welchem Zeitpunkt Und später danach ist mein Buch über essentielles Supplements im Zusammenhang mit Biohacking entstanden.

00:41:59: Aber das Wesentliche beim Biohacken sind aus meiner Sicht gar nicht die Supplements, sondern das Wesenliche ist einfach dass man die Basics beachtet und es sind guter Schlaf genug Bewegung, genug Zeit in der Sonne und in der Natur verbringen und die richtige Ernährung.

00:42:22: Wenn ich die vier Punkte beachtete, dann habe ich schon mindestens achtzig Prozent vom Ziel erreicht.

00:42:29: Und mit diversen Supplements kann ja vielleicht noch das eine oder andere zusätzlich erreichen aber wenn ich die Basics nicht richtig mache helfen die besten Supplements nicht.

00:42:38: Ich meine es ist immer Supplements auch medial sehr präsent.

00:42:43: was in deiner Sicht aus der Erfahrung raus und die größten Fehler die man machen kann?

00:42:50: Ja so wie ich gerade erwähnt hab zu glauben dass man jetzt Supplements eine schlechte Ernährung kompensieren kann, dass man schlechten Schlaf kompenzieren kann damit.

00:43:06: Das funktioniert alles nicht und ich bin mittlerweile der Meinung das allerwichtigste ist ohnehin, dass die Schlafqualität passt, die Länge, die Qualität des Schlafs.

00:43:22: Wir müssen uns am Körper einfach die Zeit geben um uns erholen zu können nicht nur dem Körper auf dem Gehirn.

00:43:32: Und wenn ich das nicht schaffe, regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und meine sieben bis acht Stunden zu schlafen wird alles andere nicht wirklich gut funktionieren.

00:43:49: Das klingt ja fast so wie der Buch über Schlafhoch.

00:43:50: noch schreiben?

00:43:54: Ist tatsächlich auf meiner Liste, also ich beschäftige mich momentan sehr intensiv mit einem Buch zu diesem Thema Auch wieder aus Eigeninteresse.

00:44:06: in erster Linie, weil ich auf die harte Tour gelernt habe wie schwierig es ist wenn man nicht schlafen kann.

00:44:16: Und auf der anderen Seite wie wichtig es ist um sich zu erholen und ein gesundes Leben zu führen.

00:44:25: Es gibt einfach so viel in unserer Gesellschaft heute das uns davon abhält gut zu schlaven.

00:44:33: Mit diesen Buchern dem ich gerade arbeite möchte den Lesern die Möglichkeit geben sich ein Bild davon zu machen, was sie ändern können in ihrem Leben um die richtige Schlafqualität wiederzufinden.

00:44:57: Gesundheit, Ernährung, Schlaf, gutes Leben – das klingt so fast nach einem großen Lebensthema für dich jetzt seit deiner Genesung?

00:45:06: Ja, Gesundheit ist einfach das große übergeordnete Thema mit dem ich mich hier jetzt beschäftige weil ich einfach gelernt habe, dass es essentiell ist auf seine Gesundheit zu achten.

00:45:21: Wir haben nur diesen einen Körper und wenn wir den nicht gut behandeln, ist alles andere sehr schwierig.

00:45:32: Wenn ich dir jetzt suche an deiner Erzählung und was du aus dem Fach gemeint hast nach deiner Genesung, wie alles im Leben fast verändert, das klingt jetzt nicht so als erst in immobilien Brauch zurückgekehrt?

00:45:43: Nein, ich habe mich aus der Immobilien-Branche verabschiedet.

00:45:46: Ich habe meine Firmenanteile verkauft und konzentriere mich jetzt auf meine neue Karriere als Buchautor.

00:45:58: Das ist meine neue Passion.

00:45:59: Das macht mir Freude und Spaß!

00:46:02: Und da fühle ich mich wohl.

00:46:07: Wenn du sagst, die Karrieren klingt das ja fast ein bisschen so zum Schmunzeln, weil du hast vorher gesagt, dass du noch nicht die großen Ziele, Ehrgeizig und Bestseller.

00:46:16: Und dann geht der wirklich mehr um den Weg auch so hin.

00:46:18: Aber das Gefühl nicht nur, ich muss jetzt die Ziele abhaken und mein Bucketlist wieder neu auffüllen... ...und Karriere ging wieder ein bisschen so getrieben!

00:46:26: Es geht nicht darum als Buchautokarriere zu machen.

00:46:31: Das ist nicht mein Ziel.

00:46:35: Ich habe momentan einfach Freude daran an dieser Tätigkeit.

00:46:38: Dass es das essentiell ist, dass das was mir wichtig ist Und solange mir dieser Weg Spaß macht, werde ich ihn auch weiterverfolgen.

00:46:53: Deine Genesung war jetzt zwar ein anderer Bahnwerk quasi in welchem Jahr oder welchen Tag war so dieses endgültige... Endgüldig weiß man nie, weiß ich aber Jetzt quasi hofer Kratuliere befand negativ Wann war der Zeitpunkt?

00:47:08: Das hängt sehr davon ab wenn du fragst.

00:47:11: Also wenn du die Ärzte im LKH befragen würdest Die würden dir wahrscheinlich sagen Der Zeitpunkt ist nicht erhoherbar und wahrscheinlich noch irgendwann in der Zukunft.

00:47:27: Aber ich habe für mich selbst beschlossen schon vor langer Zeit, das war kurz nachdem ich mit der intensiven Chemotherapie fertig wurde, dass ich beschlossen hab also diese Krankheit kommt sicher nicht mehr zurück.

00:47:44: Ich bin damit fertig, ich habe damit abgeschlossen, ich hab das gelernt was mir das Leben damit zeigen wollte.

00:47:53: Es gibt keinen Grund, warum die noch einmal zurückkommen sollte.

00:47:57: Was wollte dir das Leben damit zeigen?

00:47:59: deiner Einschätzung auf?

00:48:03: Dass ich nicht auf dem richtigen Weg war, dass ich nicht meiner inneren Weisheit gefolgt bin und nicht auf meine Intuition gehört habe.

00:48:18: Einfach viel zu viel Stress hatte, von außen Stress in der Familie, stressender Arbeit.

00:48:27: Ich habe nicht gut genug auf meinen Körper geachtet und auf die Signale, die ich mir gesendet hat.

00:48:33: Ich habe viel zu wenig geschlafen, viel zu viel gearbeitet... ...und in Summe war das einfach kein guter Weg!

00:48:48: Und dieser Zeitpunkt?

00:48:50: Nur von dem Datum jetzt her?

00:48:51: Du meinst okay, es ist Intensivphase.

00:48:52: verstanden, ich entscheide für mich jetzt.

00:48:54: Direktion gelerntes war's, ich gehe jetzt quasi der Weg gesund weiter.

00:48:58: Wann war das ungefähr?

00:48:59: Wieviel Jahre ist das hier?

00:49:01: Das ist jetzt ungefähr vier Jahre her.

00:49:06: Welche Erkenntnisse haben dein Leben in den letzten Jahren am intensivsten verändert und geprägt?

00:49:17: Ja, was ich gelernt habe, ist dass es nicht darum geht irgend ein bestimmtes Ziel zu erreichen sondern das einfach der... Es klingt abgetroschen, aber der Weg ist das Ziel, das ist wirklich so.

00:49:35: Wir können am Ende des Tages nichts mitnehmen.

00:49:39: Jeder von uns muss alles zurücklassen, wenn er stirbt.

00:49:45: Und es geht nicht darum das größte Vermögen anzuhelfen oder die meisten Immobilien oder die größten Autosammeln oder was auch immer.

00:50:03: Im Endeffekt ist jetzt alles vollkommen unwichtig.

00:50:09: Es geht darum möglichst positiv durchs Leben zu gehen eine positive Spur zu hinterlassen.

00:50:22: Wenn es gelingt, die Menschen dem einem am nähersten Sinn auf positive Art und Weise zu begleiten, Kinder positiv ins Leben zu führen, ein guter Partner zu sein – dann hat man glaube ich schon sehr viel erreicht

00:50:44: damit.".

00:50:49: Das Wort Erfolg ist öfter gefallen.

00:50:51: Zuerst mit Businessunternehmern, Aufbau, Immobilien schon abgewandt nach der Krankung.

00:50:57: Was bedeutet heute für dich Erfolg?

00:51:05: Erfolg bedeutet in erster Linie, für mich gesund zu sein und auch frei zu sein die Dinge tun und lassen zu können, die mir wichtig sind und nicht von egal von wem im Außen kontrolliert zu werden sondern wirklich nach meinem eigenen Wunsch agieren zu können Und dazu gehört auch Reisen.

00:51:36: Ich reise sehr gerne, ich lerne sehr gerne neue Dinge – ist auch ganz wichtig und auch ein entscheidender Teil meiner neuen Reise einfach sich immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen.

00:51:57: Sei es jetzt beim Schreiben von Büchern sei es bei diversen Sportarten die ich mache Oder sei es auch ein Yoga-Kurs zum Beispiel oder eine Yoga Ausbildung, die ich heuer schon absolviert habe.

00:52:18: Ja das ist eigentlich das was ich damit sagen wollte.

00:52:24: Viele Zuseher werden sich vielleicht denken, boah der hat wirklich Glück gehabt!

00:52:27: Der hat etwas geschafft.

00:52:29: Wie definierst du für dich persönlich jetzt so diesen Begriff Glück?

00:52:41: Glück... Es gibt so viele Definitionen und für Glück ist schwer Aber ich sehe es in meinem Leben so, dass es... Also mir geht's gar nicht darum immer glücklich zu sein.

00:52:55: Mir gehts darum ein friedvolles Leben zu führen.

00:52:58: Das ist eigentlich mein Ziel.

00:52:59: Ich will möglichst Frieden haben.

00:53:02: Frieden in mir drinnen, auch im Außen und in den Beziehungen, die mir wichtig sind.

00:53:08: Dann stellt sich eine gewisse Zufriedenheit, die man auch mit Glück oder glücklich sein gleichsetzen könnte automatisch ein.

00:53:22: Welche wichtigste Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die gerade selbst durch eine schwere Krise gehen?

00:53:28: Egal welcher Art von Krisen.

00:53:37: Ich habe gelernt dass egal welche Art von Kriese ist jetzt eine Schwere Krankheit oder auch jede andere Art von existenzieller Krise definitiv leichter zu bewältigen ist und Hilfe hat von außen Und vor allem auch wenn man sich nicht nur eine Meinung zu einem bestimmten Thema einholt sondern verschiedene mindestens drei Meinungen.

00:54:07: Das habe ich während meiner Chemotherapie auch ganz, ganz deutlich gemerkt.

00:54:16: Ich darf mich nicht nur auf dem einen eines Arztes verlassen – ich muss mindestens zwei andere auch noch befragen – idealerweise von anderen Stationern oder von außerhalb des Krankenhauses um dann für mich wirklich eine Meinung bilden zu können.

00:54:31: und ich habe auch gelernt Es gibt für jede Art von Krise eine Möglichkeit, wie man da wieder rauskommt.

00:54:39: Wie einem geholfen werden kann.

00:54:43: Allerdings bedarf es schon auch einer gewissen Selbstverantwortung sich diese Hilfe zu organisieren.

00:54:50: selten kommt sie einfach von selbst sondern man muss halt was tun.

00:54:53: dafür und das kann ich auch jedem der durch eine ähnliche Erkrankung gehen muss empfehlen wirklich Das Ruder auch selbst in die Hand zu nehmen.

00:55:08: Und nicht blind auf das zu vertrauten, was einem von außen zugetragen wird und empfohlen wird.

00:55:17: Wenn du jetzt sagst okay Ruder in die hand nehmen es gibt immer einen Ausweg aus der Krise Was willst du den zusäern sagen?

00:55:25: Die sich denken Der Typ ist irgendwie arrogant er hat nur Glück gehabt erst geschafft mein Opel ist schon am Krebs Ging das doch irgendwie selbst herrlich und arrogant.

00:55:34: Jeder kann es schaffen nach dem Auto ist völlig unrealistisch.

00:55:38: Könnt man auch darauf antworten?

00:55:42: Also ich kenne viele Fälle, ja und habe viele Leute kennengelernt in den letzten Jahren das nicht geschafft haben.

00:55:50: Ich weiß dass es nicht immer einen Weg zurück zur Gesundheit gibt.

00:55:54: Das ist natürlich leider noch nicht der Fall.

00:55:59: vielleicht wird's irgendwann so weit sein, dass man Krebs wirklich in jedem Fall gut heilen kann.

00:56:09: Deshalb behaupte ich auch nicht, dass jeder es schaffen kann.

00:56:15: aber was ich mich getraut zu behaupten dass man es zumindest versuchen kann und das man die Hoffnung haben muss, dass es möglich ist.

00:56:25: Und auch die entsprechenden Schritte setzen muss – die Hoffnungen alleine reicht noch nicht!

00:56:29: Ich muss auch was tun dafür.

00:56:30: Das ist das, was ich mit der Selbstverantwortung gemeint habe.

00:56:34: Ich muss mir die Hilfe organisieren und ich muss schauen, dass sich auf allen Ebenen heilen kann und auch auf allen Ebene die Unterstützung habe, die ich brauche dann ist zu mir das die Chance, dass man es schaffen kann, glaube ich deutlich größer.

00:56:56: Du hast auch von der Intensivstation erzählt?

00:56:58: Von diesen Momenten des Hoffnungs-Zweifelns.

00:57:03: fast schon loslassen aufgeben doch wieder kämpfen.

00:57:05: Wenn jetzt jemand gerade in seiner dunkelsten Stunde steht dieses Bild auch in diese dunkelste Stunde was würdest du diesen Menschen sagen nicht als Autor sondern als Mensch der selbst solche Stunden erlebt hat.

00:57:20: Also ich würde so jemandem sagen auch die schwierigste und dunkelste Zeit irgendwann wieder vorbeigeht.

00:57:31: Und das ist so, dass man aus diesen tiefsten Tälern in die wir hineinfallen und den schwersten Krisen, die wir erleben, auch das Meister lernen kann.

00:57:42: Ich glaube viele von den tiefsten Erkenntnissen, die ich über mein Leben gewonnen habe sind in dieser massiven Krise am Anfang meiner Krankheit schon entstanden.

00:58:00: Wenn du in einen beliebigen Ort den Plakat aufhängen könntest, von dem du wüsst es die ganze Welt wird es sehen und lesen.

00:58:06: Was willst du da drauf schreiben?

00:58:14: Ich glaube ich würde darauf schreiben das Leben ein Geschenk ist und dass jeder von uns versuchen sollte das Beste daraus zu machen.